Photographie

Ich arbeite sehr intuitiv, nicht akademisch, deshalb kommt mir das Arbeiten mit Softpastell und Kohle, der sinnlichen Begegnung mit Farbe und den Materialien, dem Verreiben, Verstreuen sehr gelegen, ich plane meine Arbeiten nicht, sondern sie kommen zu mir und ich setze sie um.
Auch in der Photographie arbeite ich auf diese Art, in dem Versuch, den Augenblick einzufangen, ein sinnloses Unterfangen, weil der Moment schon Vergangenheit ist, wenn ich den Auslöser drücke, aber, für einen Hauch von Zeit gebe ich mich der Illusion hin, die Zeit anhalten zu können.

Ich habe mehrere Leidenschaften für die ich brenne, die Photographie gehört mit Sicherheit dazu.
Ich arbeite wie auch bei meinen Bildern sehr intuitiv, bin nicht die große Planerin, inszeniere nicht, sondern bin in dem kindlich-naiven Glauben, einen Moment mit dem Auslöser einfangen zu können und so dem Vergessen zu entreißen, ein Irrglaube, aber trotzdem schön und beruhigend.
Konsequenterweise lehne ich Bildbearbeitung wie sie heute sehr oft praktiziert wird, bis zu Verfälschungen, ab, folgerichtig fotografiere ich in jpeg und nicht in raw.
Natürlich bieten die heutigen modernen Cameras viele technische Möglichkeiten und vermeintlich auch Erleichterungen, aber es ist trügerisch zu glauben, ich brauche nur den Auslöser drücken den Rest macht die Camera. Letzendlich geht es darum, wer hinter der Camera steht , machen wir es nicht so einfach, überlassen wir nicht einer Maschine unser Denken, greifen wie ein, seine wir der Lenker, derjenige, der den Takt vorgibt, der die Auswahl trifft, benutzen wir auch unser Hirn, das uns von Geburt an gegeben ist, geben wir nicht unsere Kompetenzen an eine Maschine ab, bleiben wir Mensch in all seinen Facetten.
Ich versuche den einen Moment einzufangen, der viele Gefühle auslösen kann, abhängig davon, in welcher Verfassung man drauf schaut, wie genau, ob man sich einlässt und auch Détails erfasst. Die Flüchtigkeit, Schnelllebigkeit, Austauschbarkeit unserer Zeit, ein Fluch.
Wenn ich mit meiner Hündin unterwegs bin, die natürlich auch mein liebstes Modell ist, und spätestens bei Bewegungsphotos kommt es auf den richtigen Moment an, der sich nicht wiederholen oder stellen lässt, habe ich fast immer eine Camera dabei.
Die Photographie hat mich noch mal auf eine intensivere Art gelehrt, hinzuschauen, Kontraste zu sehen, auf das Spiel der Farben zu achten, auf das richtige Licht, Schattenwürfe, alles, was mir in meiner Kunst auch zugute kommt,
Ich habe ganz unterschiedliche Motive in meiner Photographie, aber wichtig ist mir nicht, jedes Photo in eine bestimmte Kategorie zu pressen, sondern es geht um das Photo. So fotografiere ich mal Landschaft, mal mit Gegenlicht, mal spiele ich mit Spiegelungen im Wasser oder in Fenstern, mal ein Détail, was sonst vielleicht untergehen würde, natürlich mein geliebtes Meer, das ich leider viel zu selten erleben darf. Menschliche Portraits gehören nicht zu meinen bevorzugten Sujets.